Montag, 9. Februar 2009

Deplatzierte Platzierung


Wie fatal sich falsche Inseraten-Platzierung auswirkt, hat sich*) in der »Landeszeitung Lüneburg« gezeigt. In der Wochenendausgabe vom 21./22. Januar, brachte die Redaktion auf Seite 11 einen Artikel über die Ermordung Lüneburger Sinti im Nationalsozialismus. Auf der gleichen Seite fand sich die Anzeige eines Energieversorgers. Der warb mit dem Slogan: »Eon sorgt schon heute für das Gas von morgen!«. Verantwortlich für den Fauxpas sei, so Chefredakteur Christoph Steiner, der Zeitdruck in der Redaktion. Bislang sei es üblich gewesen, die produzierten Seiten zum Korrekturlesen auszudrucken. Um den Prozess zu beschleunigen, könnten die Anzeigen dabei ausgeblendet werden. Der Redakteur wisse dann nur die Größe der Anzeige und von welcher Firma die Anzeige in Auftrag gegeben worden sei. Steiner zog jetzt Konsequenzen und habe nun verboten die Anzeigen auszublenden.
In diesem Licht erscheinen typografische Dummheiten wie die der gedankenlos gesetzten und dementsprechend lieblos umbrochenen zweizeiligen Headline (siehe Inserat unten) als Nebensächlichkeit. Trotzdem tut sowas doch auch weh …

*) Hoppla, das ist tatsächlich nicht erst neulich passiert, sondern schon 2006. Mir war das neu, als es hier unlängst gepostet wurde. Danke Markus für den Hinweis. Frage: Wie kann man hier in Blogger ausgewählten Text durchstreichen?

1 Kommentar:

Markus hat gesagt…

Unlängst vor 2 Jahren

 
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