Freitag, 8. Februar 2008

Mysteriöse Rauchwolke



Gleich zu Beginn des Jahres mussten wir eine gespenstische Entdeckung machen: Eine riesige Rauchwolke stieg vor unseren Bürofenstern auf. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass ein Brand in einer Lagerhalle der Firma Donaulager, einer Tochterfirma der Linz AG, in der Ignaz-Mayer Straße ausgebrochen war. Das Problem: In der Halle waren vor allem brennbare Flüssigkeiten wie Lacke, Verdünnungsmittel, Industriereiniger und Druckgaspackungen gelagert. daher auch die immense Rauchentwicklung. Die Brandursache ist übrigens immer noch ungeklärt. Und weil ich ja damals ein Bild von unserem Fenster aus machte, das ich jetzt wieder auf meinem Handy entdeckt habe, der so späte Bericht.

Sonntag, 3. Februar 2008

ISPO 08


Letzte Woche waren wir auf Einladung von ATOMIC auf einem Blitzbesuch der ISPO in München. Die ISPO ist bekanntlich die international wichtigste Sportmesse. Was hier ausgestellt wird, ist spätestens in der nächsten Saison brandheißes Gesprächsthema auf der Piste und – meist davon viel wichtiger – abseits davon.

Wir haben uns durch einige Hallen gekämpft. Richtig Spektakuläres ist uns nicht über den Weg gelaufen, wiewohl dort und da einige Präsentationsideen ins Auge gestochen sind.

Ohne schmeicheln zu wollen, aber am ATOMIC-Stand ging tatsächlich am meisten die Post ab. Zumindest wenn man die Skiaussteller betrachtet. Aber nicht nur die. Das Ausstellungskonzept an sich war ja eher unspektakulär angelegt, aber der brandneue D2-Doubledeck-Ski hat eingeschlagen wie nur was.



Die FAZ schreibt dazu: »Mit der D2-Doubledeck-Version Vario Cut soll der Ski seinen Kantenradius während der Fahrt selbsttätig verändern. Dazu besteht der Ski aus einem starren Oberski und einem flexibleren Unterski, der in der Mitte zweigeteilt und mit Kunststoff verbunden ist. Druck vom Oberski auf den Unterski dehnt die Gumminaht und verbreitert ihn an der Schaufel. Das heißt, der Radius verkleinert sich. Mit diesem Brett soll jeder Skifahrer mit Leichtigkeit einen geschnittenen Schwung fahren können, verheißt jedenfalls der Hersteller. Der Vario Flex - ebenso von Atomic - ändert sein Biegeverhalten automatisch - je nach dem Gelände, auf dem man gerade unterwegs ist.«

Freut uns zu sehen, dass der Ski ankommt, denn immerhin haben wir auch bei Text und Konzept des Präsentationsfolders tatkräftig mitgearbeitet. Und – wie man so hört von den unterschiedlichen Testergebnissen der Ski-Zampanos – müssen sich beide Skivarianten fahren wie Gott.



Was war sonst noch zu sehen?

COLMAR zum Beispiel hatte ein beeindruckendes Standkonzept. Rund um eine Barsituation, die auf einer halbhohen Raumstufe positioniert war, waren tausende von weißen Fäden abgehängt, die in ihrer symmetrischen Menge wunderbar einen hübschen Schneevorhang suggerierte.


Einige Ganzjahressportler zeigten Neuerungen, zum Beispiel das in der Mitte geteilte Skateboard, das spaßig zu fahren scheint.



Und, ja, bevor wir vergessen: SPORT 2000 International präsentierte das neue Logo.

Montag, 14. Januar 2008

Werbung in Pre-PC-Times



Es hat eine Zeit gegeben, da war von PC (Political Correctness) gar nicht die Rede. Im Gegenteil: Je härter je lieber. Klischees konnte nicht exzessiv genug sein. Die Machtzentriertheit der Männer wurde da schon gerne in den Vordergrund gestellt. Und das ist gar nicht so lange her. Gruselig.

Eine kleine Auswahl dieser Machwerke hat der Daily Mail zusammengestellt. Gefunden via Werbeblogger.

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Wie man mit Asterisken dem Präsidenten den Finger zeigt

BU**SH**

Adam Twardoch hat heute auf Typophile.com obiges Bild gepostet. Ein Musterbeispiel wie man mit ganz, ganz wenig ganz, ganz viel aussagen kann.

Achja, Adams Fotostream ist auch sehenswert. Neben vielen bekannten und weniger bekannten Persönlichkeiten aus der Typeszene gibt es auch dieses zu entdecken:

A German tourist in Halkidiki

A German tourist in Halkidiki. Ganz, ganz viel mit ganz, ganz wenig.
Klasse Klischee.

Donnerstag, 15. November 2007

Weltweiter Ideenklau

Wie sich zwei weltweite Automarken in kreativer Pl-Agitation übertreffen, zeigt eine aktuelle Anekdote.

Angefangen hat es mit der Semesterarbeit einer deutschen Grafikstudentin, Lisa Rienermann: Ich war in einer Art Innenhof in Barcelona, guckte nach oben und sah Häuser, den blauen Himmel und Wolken. Beim längeren hingucken formte sich der von den Häusern eingeschlossene Raum zu einem »Q«. Das Bild von Straßenschluchten, die dem Himmel im Zwischenraum eine Form geben, fand ich so schön und spannend, dass ich anfing, auf Buchstabensuche zugehen.

Sie hat nun ein komplettes Alphabet aus den Häuserschluchten zusammengestellt, eingereicht und auch auf Slanted, einem Internetgrafikmagazin, vorgestellt.
So weit so gut.

Nun haben das aber auch die Werbeverantwortlichen von Renault und Mercedes gesehen. Fanden die Idee offensichtlich hübsch und haben sie »ausgeborgt«, sagen wir einmal.




Und beide Marken werben jetzt mit der gleichen Idee.

Logo ausgetauscht – ferdich!

Ich nehme nicht an, dass Lisa Rienermann irgendwie dabei finanziell unterstützt wurde. Ansonsten wäre diese Peinlichkeit nicht passiert. Und exponenziert sich hiermit ums Vielfache. Schämt euch.

PS: Spießer Alfons hat entdeckt, dass ein 3 x 18/1-Plakat in Hamburg noch peinlicherweise falsch geklebt wurde.



Zitat: Werbewirkung = für die Tonne. (Weshalb man denn auch gleich Mülltonnen darunter gestellt hat.) Das kommt davon, wenn a) Werbetexter kein Deutsch und b) Plakatankleber kein Englisch können. Von der Duplizität der Idee mal ganz abgesehen, denn vermutlich haben die Mercedes-Werber der Lisa Rienermann dafür was aufs Giro geschickt, bzw. ein Cabrio vor die Haustür gestellt. Wenn nicht … dann aber jetzt!
 
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